Haut und Schwangerschaft - Dr. v. Bayern Dermatologie München

Haut während der Schwangerschaft

Zu Beginn und im 9-monati­gen Ver­lauf der Schwanger­schaft find­en im Organ­is­mus der Frau fun­da­men­tale Verän­derun­gen statt. Dabei laufen hor­monelle, immu­nol­o­gis­che und viele andere Prozesse im Kör­p­er ab, die auch für das kom­plexe Hau­tor­gan nicht ohne Auswirkun­gen bleiben. Damit kann es an der Haut und auch den Schleimhäuten – abhängig vom indi­vidu­ellen Haut­be­fund der einzel­nen Frau und natür­lich im Zusam­men­hang mit bere­its vorhan­de­nen haut­ge­sund­heitlichen Vor­be­las­tun­gen – zu vielschichti­gen Verän­derun­gen kom­men. Sie reichen von rein ästhetisch stören­den Hautverän­derun­gen während der Schwanger­schaft bis hin zu gravieren­den Hauterkrankun­gen, die in der Zeit bis zur Ent­bindung und oft noch danach aus­ge­sprochen lästig sind; dies sowohl unter physis­chen wie selb­stver­ständlich auch unter psy­chis­chen Aspek­ten.

Enge Zusammenarbeit zwischen Gynäkologin und Dermatologin

Wie kom­plex die kör­per­lichen Verän­derun­gen während der unter­schiedlichen Schwanger­schaft­sphasen sind, habe ich als Mut­ter selb­st erlebt. Deshalb war es mir bei der Pla­nung mein­er Münch­n­er Hau­tarzt­prax­is ein sehr wichtiges Anliegen, diesen fach­lichen Schw­er­punkt für Pati­entin­nen eben­falls abzudeck­en. Dabei macht es nur wenig Sinn, Haut­prob­leme und Haut­lei­den im Zeitraum zwis­chen der Empfäng­nis und der Geburt sowie eventuell auch während der Stil­lzeit alleine aus hautärztlich­er Sicht zu betra­cht­en. Von entschei­den­der Bedeu­tung ist bei vie­len solchen der­ma­tol­o­gis­chen Schwierigkeit­en die par­al­lele hautärztliche und gynäkol­o­gis­che Per­spek­tive. Aus diesem Grund ist es sehr von Vorteil, die qual­i­fizierte und erfahrene Frauenärztin Dr. Susanne Müller-Egloff in der Prax­is zu haben. Bei Bedarf sind wir gemein­sam da, um Ihnen bis zum Geburt­ster­min und darüber hin­aus zum Wohl Ihrer Haut beizuste­hen.

Haut & Schwanger­schaft – ein Thema mit vielen Facetten

Nach der Empfäng­nis begin­nt der weib­liche Kör­p­er, sich mit zahlre­ichen Umstel­lun­gen auf die neuen hor­monellen, immu­nol­o­gis­chen und kör­per­lichen Her­aus­forderun­gen auszuricht­en. Die Fol­gen für Haut und Schleimhäute sind tief greifend. In ihrer Band­bre­ite kön­nen sie sehr weit gefächert sein.

Haut und Schleimhaut der schwangeren Frau stellen sich physiologisch um

Durch die ver­mehrte Pro­duk­tion von Östro­ge­nen, Prog­es­teron und melanozyten­stim­ulieren­dem Hor­mon kommt es während der Schwanger­schaft zum Auftreten von braunen Fleck­en (Hyper­pig­men­tierun­gen), die entwed­er an bes­timmten Stellen, in Form eines Melas­mas gravi­darums oder über den Kör­p­er ver­bre­it­et unter Beto­nung der Brust­warzen und am Gen­i­tale auftreten kön­nen.

Mit dem Wach­s­tum des Fötus sowie der hor­monell bed­ingten Verän­derung des Bindegewebes ist unweiger­lich die Dehnung der Haut ver­bun­den, was zu Dehnungsstreifen, den soge­nan­nten Stri­ae dis­ten­sae führen kann. Diese kön­nen an Bauch, Brust und Ober­schenkeln auftreten und wer­den von den Pati­entin­nen oft als kos­metisch sehr störend emp­fun­den. Sie kön­nen zum Beispiel mit Plas­ma ent­fer­nt wer­den.

Typ­is­che Verän­derun­gen im Zuge der fortschre­i­t­en­den Schwanger­schaft sind außer­dem Belas­tun­gen und Insta­bil­itäten im Gefäßsys­tem, aus denen sich Gefäßer­weiterun­gen in Form von Spi­der Nae­vi, erweit­erten Gefäßen (Teleang­iek­tasien), Besen­reis­ern, Kramp­fadern (Varizen) und Häm­or­rhoiden bilden kön­nen.

Verän­derungen an Haaren, Mutter­malen und Leber­flecken

Während der Schwanger­schaft kommt es zur Ver­längerung der Ana­gen­phase des Haarzyk­lus was zu ein­er soge­nan­nten Hyper­tri­chose, ein­er ver­mehrten Behaarung führt. Die meis­ten Pati­entin­nen nehmen diese Verän­derung als pos­i­tiv war, weil das Kopfhaar während der Schwanger­schaft deut­lich fül­liger wird. Nach der Ent­bindung kommt es dann zu ver­mehrtem Haa­raus­fall, dem post­par­talem Efflu­vi­um, der 6–12 Monate andauern kann.

Wesentliche Haut­merk­male wie Mut­ter­male und Leber­fleck­en kön­nen sich im Laufe der Schwanger­schaftsmonate eben­falls ändern. Sie kön­nen dun­kler und größer wer­den und eine unregelmäßige Begren­zung aufweisen. Auch die Anzahl der Mut­ter­male kann mehr wer­den. Das sind Verän­derun­gen, denen ich mich in mein­er Prax­is mit den inno­v­a­tiv­en und präzisen Meth­o­d­en des mod­er­nen Haut-Screen­ings eben­falls aufmerk­sam widme.

Vorhandene Hautleiden können intensiver werden – und neue Hautleiden entstehen

An all­ge­meinen und weit ver­bre­it­eten Hautkrankheit­en wie Akne, Schup­pen­flechte, Neu­ro­der­mi­tis, Rosazea und peri­o­raler Der­mati­tis kön­nen schwan­gere Frauen eben­so lei­den wie Frauen, die nicht schwanger sind. Oft ist eine solche Der­matose also schon lange vor dem Start der Schwanger­schaft vorhan­den und kann dann entwed­er vorüberge­hend bess­er oder auch schlechter wer­den. Auf der anderen Seite kön­nen sich während der Schwanger­schaft Hauterkrankun­gen auch neu man­i­festieren, die vorher nicht bekan­nt waren. Beson­dere Her­aus­forderung ist dabei häu­fig, dass viele Medika­mente in der Schwanger­schaft nicht zuge­lassen sind.

Derma­tosen während der Schwanger­schaft

Als let­zten, sehr wichti­gen Punkt möchte ich Hauterkrankun­gen erwäh­nen, die auss­chließlich im Lauf der Schwanger­schaft und/oder direkt nach der Geburt vorkom­men. Dabei han­delt es sich um eine ver­gle­ich­sweise kleine Gruppe von Erkrankun­gen, die wir in der Hau­theilkunde unter dem Über­be­griff der „schwanger­schaftsspez­i­fis­chen Der­matosen“ zusam­men­fassen.

Allen gemein­sam ist ein stark­er Juck­reiz. Während einige dieser Erkrankun­gen auf­grund des Juck­reizes lediglich unan­genehm für die Mut­ter sind, bergen andere ein poten­tielles Risiko für das Kind. Die frühzeit­ige Diag­nose und Ther­a­pie ist daher uner­lässlich.

Bei diesen spez­i­fis­chen Schwanger­schafts­der­matosen han­delt es sich durchge­hend um kom­plexe Hautverän­derun­gen, die für Diag­nos­tik und Ther­a­pie eine enge Zusam­me­nar­beit von Gynäkolo­gie und Der­ma­tolo­gie voraus­set­zen.

Wir sind für Frauen in allen Phasen ihrer Schwanger­schaft da!

Bitte sprechen Sie mich in mein­er Sprech­stunde indi­vidu­ell an. Ich bin gerne für Sie da – und das ganz unab­hängig von der Frage, ob Ihre Schwanger­schaft ger­ade eben erst begann oder ob Sie vielle­icht schon im 2. oder 3. Schwanger­schaft­strimester sind.

Gerne kön­nen Sie sich bei Fra­gen jed­erzeit in unser­er Prax­is unter 089/9300 3535 melden oder Sie vere­in­baren gle­ich online Ihren Ter­min!